Die Situation

Parodontitis als signifikanter Risikofaktor!

Parodontitis ist als signifikanter Risikofaktor für schwerwiegende Allgemeinerkrankungen identifiziert und wissenschaftlich bestätigt.
Bei einer Verbreitung der Parodontitis von 73,2 % (35 bis 44 Jahre) bis 87,8 % (65 bis 74 Jahre) bei Patienten in Deutschland (Quelle: Deutsche Mundgesundsheitsstudie IV; 2006), werden viele Zahnbetterkrankungen gar nicht oder erst sehr spät diagnostiziert und therapiert.

Besonders bei Risikopatienten aus den Bereichen Gefäß- und Herzerkrankungen, Rheumatologie, Diabetes und Gynäkologie muss im Sinne der Prävention ein hohes Augenmerk auf eine frühzeitige interdisziplinäre Diagnostik gelegt werden – hierzu sollte die fachliche Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Zahnmedizinern in Deutschland systematisch verbessert werden.
So steigert eine Parodontitis gegebenenfalls das Risiko für Schlaganfall um das 7-Fache, Herzinfarkt um das 2-3-Fache, Diabetes um das 6-Fache, Frühgeburten um das 7-Fache, Arthritis um das 6-Fache und Rheuma um das 6-Fache.
(Quelle: Verschiedene internationale Studien, die auf Wunsch angefordert werden können).

Die sozioökonomische Relevanz

Die Informationen der Interdisziplinären Diagnostik-Initiative für Parodontitisfrüherkennung (IDI-PARO) über die Zusammenhänge von Parodontitis und anderen Erkrankungen basieren auf wissenschaftlichen Studien.

Die US-Amerikanische Studie der University of Columbia und des US-Versicherungsunternehmens AETNA an 144.000 Versicherten, verweist zum Beispiel auf ein um 27 % reduziertes Herzinfarktrisiko (Risc Score) bei Parodontitis therapierten Patienten mit cardiovaskulären Gefäßerkrankungen und eine mögliche Reduzierung der Behandlungskosten in dieser Gruppe um 16 %. Bei Diabetikern zeigte sich eine Risikoreduzierung von 29,2 % - mit einer Kostenreduzierung um 9 %.
Bei zerebrovaskulären Erkrankungen eine Risikoreduzierung um 24,6 % - Kostenreduzierung um 11 %. Damit liefert diese Studie einen wichtigen ökonomischen Nachweis für die Relevanz einer interdisziplinären Zusammenarbeit, die die IDI-PARO fördern möchte.

GESUNDER MUND. GESUNDER KÖRPER.
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